Der alte Backofen in der ehemaligen schwarzen Küche des Hauses wurde heute nach außen wieder geöffnet. Es war ein denkwürdiger Moment Ihn wieder nach außen zu öffnen. Er soll eine Sitzgelegenheit werden. Lange stehen wir schon davor und fragen uns wie das wohl mal gewesen sein könnte. Wohin zog das Rauchgas ab? Wo wurde er befeuert? Warum hat man ihn verschlossen und nicht ganz weggerissen. Oft wurden die alten Backöfen einfach entfernt. Hier blieb er zum Glück und wird uns wenn auch nicht zum Brotbacken treue Dienste leisten. Phänomenal ist der ca 1,8m breite Bogen der Außenmauer der die Öffnung hält. Innen erkennt man noch die Kuppelform des Backofens und eine Auskleidung mit Lehm ist erkennbar.
Zisterne
Unsere 3000L Wasserzisterne für WC, Waschmaschine, Saunatauchbecken und weitere nicht gern vom Wasserversorger gesehene Anwendungen ist unter der Erde. Sie wird nun vom, immer noch mäßig laufenden, Brunnen gespeist. Sollte dieser nicht die erwartete Leistung erbringen werden wir das Regenwasser der anliegenden Dächer filtern und einleiten.
Im Keller haben wir bereits die Leitungen installiert um die Entnahme aus der Zisterne zu gewährleisten. Und eine Leitung wird den Granittrog speisen, der in den Garten unter die Apfelbäume gesetzt wird. Sofern wir noch ein geeignetes Gerät finden. Dies wird einen eigenen Beitrag füllen!!! 😉
Es geht in die Endrunde des Entkernens:
Alle Zwischenwände im EG und OG die wir nicht wollen oder die nicht dem Urzustand entsprechen sind entfernt. Der gesamte Putz ist fast vollkommen entfernt und die Planung der Räume hat begonnen.
Der Backofenfund
Über der Speisekammer befindet sich ein Rauchgewölbe. Auch “Fuchs” genannt diente es zur Erweiterung des Rauchzuges. Die ehemalige Schwarze Küche wurde davon nun überdacht. So konnten im Flur, Küche und Bad weitere Öfen angeschlossen werden. Da das Rauchgewölbe erst nachträglich eingebaut wurde, wie der verwendete Stahlträger beweist, haben wir uns entschlossen es zu entfernen. Der Gewinn an Raumhöhe war ein entscheidender Faktor zu dem Gedanken es in ursprünglicher Bauweise erstrahlen zu lassen.
Bei Entfernung des Putzes trat nun das große unglaubliche Fundstück zu Tage. Der ehemalige Backofen des Hauses!!!
weiteres folgt in Kürze!
Der Brunnen wurde ausgepumpt und versucht den Ablauf zu finden -> leider ohne Erfolg. Auch eine Druckstoß-behandlung ergab keine sichtbare Verbindung. Die Leitung zur Zisterne wurde angeschlossen und es stehen Nachforschungen und Tests sowie neue Reinigungsmöglichkeiten des Brunnens selber an. Ein Farbtest soll sicherstellen dass, das Wasser aus diesem Brunnen stammt. Und der Durchfluss ist weiterhin gering. Nur nach intensiven Regentage erwacht die Leitung und läuft sehr bescheiden. Der Brunnentrog in seiner Gesamtheit wird in den Garten umziehen und dort als Saunatauchbecken genutzt werden in Zukunft. Er wird aus dem Überlauf der Zisterne gespeist werden. Ein “Schlitten” aus Altholzbalken wird ihn Stützen wenn wir Ihn anheben. Beim freilegen wurden weitere Details des Troges freigelegt. Der eingehauene Name lautet F. E. Gollner und weist vermutlich auf den ersten Besitzer hin, der ihn in Auftrag gegeben haben muss. Links sind die Buchstaben ANNO und rechts 1808 eingemeiselt.
Entkernen Vol I -> Putz runter
Es geht los… Im Haus wird der Putz entfernt und wir sind total begeistert von den rohen Wänden.
Im großen “Saal” im 1. OG wurden die kompletten Steinmauern freigelegt und alle Decken vom Putz befreit. Die Wände wurden entfernt und dabei trafen wir auf die Urform des Trockenbaus. 2m lange und ca. 30cm hohe Ziegel aus Kalk, Gips und Bambus. Die Türen der ehemaligen Kammern bleiben vorerst stehen und 1-2 werden erhalten um an die Vergangenheit zu erinnern. Im weiteren Arbeitsverlauf kamen Vollholzbohlendecken in der Stube und Holzbalkendecken zutage. Die Zwischenräume waren leer und nur mit Getreideresten gezuckert. Verputzt wurde auch handgenagelte Äste und teilweise Bambus. Die Decken im 1.OG sind mit Brettern vernagelt, die entfernt werden und später wieder zwischen den Balken eingesetzt werden. Geplant ist eine Zwischenbodendämmung.
Elektrogrundinstallation
Nach langer Suche und vielen Rückschlägen war endlich eine kompetente Installationsfirma gefunden. Eigenleistung erlaubt! Danke…
Neuer Zählerkasten mit 4 Plätzen, Unterverteilung Werkstatt und Verlegung des Hausanschlusses war durchzuführen. 16mm2 verlegen sich allein sehr zäh, aber es ist machbar!
Update: Die Leitungen für die Unterverteilungen in Haus und Scheune sind gezogen und warten auf Anschluss!
Update: Was man so als Elektrofachbetrieb abliefern kann kann man hier sehen. Unfassbar!!!!
Update Februar 2018:
Die Werkstatt ist nun fertig installiert. Dank meines fleißigen Elektrikers hat die Werkstatt nun 2 Unterverteilungen und alle Maschinen haben einen eigenen Anschluss mit Absicherung. Die Klingel und das Licht und Steckdosen sind ebenfalls installiert und Heizraum, Umkleide (ehemalige Milchkammer) Flur und Lager sind am Netz.
Die erste Nacht
Am 13.5.2017 haben wir ein schönes kleines Grillfest gemacht mit einer Hand voll Leuten und ich habe die erste Nacht auf dem Hof in der Werkstatt in der Hängematte übernachtet. Die Nacht wurde ich von Marco und Sirid im Camping Bus bewacht, der im Hof stand.
Wasser zuerst
Oh was passiert hier gerade. Eine neue Dimension des Bauens für mich. Es ist unfassbar was man mit schwerem Gerät und großem Einsatz erreichen kann. Das Grundstück muss neu entwässert werden und in diesem Zuge kommen auch gleichzeitig viele ungeahnte Lösungen hinzu. Danke sei meinem Nachbarn der mich großartig unterstützt und seine langjährige Erfahrung mit einbringt. Setzen von Abwasserschächten, Einsanden von KG-Rohren, Zumauern von Güllegruben,…
All dies erweitert derzeit meinen Horizont. Großartig!!!
Hier die Zeitrafferaufnahmen:
edictum Plattenaufteilsäge
Eine Plattenaufteilsäge zählt seit 10.5.17 zum Maschinenpark von edictum. Wie wir das Monster mit 450cm x 290cm in die Werkstatt gebraucht haben seht Ihr hier:









